Quelle: dena

Der Energieausweis (auch Energiepass genannt) dient als Bewertung bzw. Gütesiegel für Wohngebäude und Nichtwohngebäude. Ähnlich wie die Energieverbrauchsklassen bei neuen Haushaltgeräten macht der Energieausweis den Energiebedarf eines Gebäudes mit einfachen Mitteln transparent.

Für Neubauten hingegen besteht die Ausstellpflicht nun schon seit dem Jahre 2002. Eigentlich sollte der Energiepass bereits ab dem 4. Januar 2006 für bestimmte Gebäude zur Pflicht werden. Und zwar für Gebäude die zum Verkauf stehen und für Mietshäuser sobald ein Mieterwechsel stattfindet. Nun einigte man sich im Bundesministerium auf die folgende Regelung:

Durch die EnEV 2007 (Energieeinsparverordnung) wurde die Notwendigkeit der Erstellung von Energieausweise vorgeschrieben:

Wohngebäude mit bis zu 4 Wohnungen (Bauantrag vor 01.11.1977, nicht modernisiert): Bedarfsausweis seit 01.10.2008 Pflicht

Alle anderen Wohn- und Nichtwohngebäude sowie die oben Genannten , die entsporechend den Vorgaben aus der Wärmeschutzverordnung 11.08.1977) modernisiert wurden: Wahlfreiheit zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis 

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten den bedarfsorientierten- oder verbrauchsorientierten Energieausweis. Beim bedarfsorientierten Energieausweis (Bedarfsausweis) werdendie Gebäudehülle, die verschiedenen Baumaterialien und die Heizungsanlage betrachtet. Dadurch werden der (theoretische) Energiebedarf und der Wärmeverlust des Gebäudes berechnet. Das Ergebnis ist ein objektives Bild der energetischen Qualität des Gebäudes. Beim verbrauchsorientierten Energieausweis (Verbrauchsausweis) wird auf Basis der Heizkostenabrechnung der letzten drei Jahre der Energieverbrauchskennwert pro Quadratmeter ermittelt. Da der gemesssene Verbrauch jedoch bsehr stark vom Nutzerverhalten des Bewohners anhängig ist, lassen sich energetische Schwachstellen des Gebäudes nur sehr schwer bzw. gar nicht ermitteln.

Beispiel 1: Eine Person bewohnt ein Wohnhaus alleine, beheizt nur wenige Zimmer und nicht die gesamte Wohnfläche. Somit wird ein zu geringer Energieverbrauch im Ausweis verwendet.  

Beispiel 2: In einem Wohnhaus wird außer der Zentralheizung (Öl oder Gas) zusätzlich mit Holz in einem Ofen geheizt. Auch hierbei wird von den "schwarzen Schaafe" der Aussteller die falsche Energiemenge angenommen. Natürlich muss der Holzverbrauch ebenfalls mit in die Energiebilanz einfließen und nicht nur der Öl- oder Gasverbrauch.  

Also Hände weg von den Billig-Energieausweise !

Die Gültigkeit der Energieausweise beträgt 10 Jahre.

Zusammenfassung                                                                                           Der Energieausweis ist Pflicht ab:

Juli 2008: Für Wohngebäude der Baufertigstellungsjahre bis 1965

Januar 2009: Für später errichtete Wohngebäude

Juli 2009: Für Nichtwohngebäude

Herr Lachmann ist zugelassener Energieausweis-Aussteller der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Die Deutsche Energie-Agentur arbeitet direkt mit dem Bundesministerium zusammen. Eine Zulassung erfordert natürlich die notwendigen Fähigkeiten eines Energieberaters die überprüft wurden.  

Fordern Sie ein Angebot für die Ausstellung eines Energieausweises für Ihre Immobilie an. Es besteht die Möglichkeit einen Energieausweis für Wohngebäude und Nichtwohngebäude zu erstellen.     

Ziele des Energieausweises sind:                                                           

Ein Marketinginstrument für Wohngebäude, Testat der Wertsteigerung durchgeführter Maßnahmen, Immobilienbewertungskriterium.

 

Er informiert über den Energieverbrauch und Energiebedarf in Form von Kennzahlen, Energieeffizienz von Gebäudehülle und Haustechnik, Vergleichswerte, Energiesparmaßnahmen.   

Schaffung von Investitionsanreizen durch verstärkte Nachfrage von energieeffizienten Gebäuden.