Thermische Solaranlage zur Warmwasser-Bereitung

Bei der Möglichkeit zur Installation von Solarkollektoren auf nach Süden ausgerichteten Dachflächen oder mit entsprechenden Untergestellen auf ebenen Flächen kann ein großer Teil der für die Brauchwassererwärmung erforderlichen Energie solar erzeugt werden.

Faustregel ein zur Dimensionierung von Solaranlagen: Kollektorfläche pro Person: Ca. 1,5 m² mit Flachkollektoren, ca. 1,0 m² mit Vakuumröhrenkollektoren.

Der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung von zwei Personen kann bei einer zu erwarten-den 65 % solaren Deckung von ca. 1.500 kWh/a auf etwa 600 kWh/a reduziert werden.

Die thermische Solaranlage lässt sich mit der Heizungsanlage kombinieren, so dass bei anhaltend geringer Solareinstrahlung der Heizkessel die Brauchwassererwärmung unterstützt.

Der Wirkungsgrad der Anlage erhöht sich bei Verwendung eines Solar- Schichtenspeichers und der low flow Beladungstechnik.

Regenwassernutzung

In Deutschland fallen im Durchschnitt 700 Liter je m² Grundfläche pro Jahr. Wird das Wasser eines 150 m² großen Dachs gesammelt, kann damit eine vierköpfige Familie zu über 75 % mit Wasser versorgt- und dabei mehr als 100.000 Liter Trinkwasser jährlich eingespart werden. Weiterhin ist es für Gartenbewässerung und Haushaltsreinigung geeignet. Durch die geringe Härte eignet sich Regenwasser auch sehr gut zum Waschen.

Das qualitativ beste Regenwasser liefern geneigte Dächer mit harter Dachhaut aus Ziegel, Dachsteinen, Schiefer, Zink- oder Edelstahlblech. Regenwasser von Bitumendächern ist oft stark gelblich verfärbt und für Wäschewaschen ungeeignet; Asbestzementdächer sind wegen der Faserfreisetzung ungeeignet und zu sanieren; Gründächer vermindern den Wasserertrag stark und färben das Wasser häufig bräunlich ein.

Das Regenwasser sollte möglichst dunkel und kühl gelagert werden. Erdspeicher (z.B. monolithi-sche Betonzisternen) sind hier im Vorteil. Innenspeicher sollten nur gewählt werden, wenn Erdspeicherung nicht möglich ist. Überschlägig können bei Wohnnutzung je Bewohner 800 Liter Tankvolumen angenommen werden.

Überschüssiges Regenwasser kann einer Versickerungsanlage zugeführt werden.

Den Wasserversorgern ist der Bau einer Regenwasseranlage vor Inbetriebnahme anzuzeigen.

Regenwasserleitungen und Entnahmestellen müssen daher deutlich unterscheidbar von Trinkwas-serleitungen und Entnahmestellen kenntlich gemacht werden.

Photovoltaik-Anlage

Die auf eine ebene Fläche auftreffende Sonnenenergie beträgt in Deutschland im Mittel pro Tag etwa 2,9 kWh/m², d.h. im Jahr 1045 kWh/m². Der Wert optimal zur Sonne ausgerichteter Flächen beträgt im Mittel 1180 kWh/m² und variiert je nach Region um etwa 10 %.

Ein durchschnittlicher 4- Personen- Haushalt verbraucht jährlich etwa 5.000 kWh elektrischer Energie. Zur Gewinnung der erforderlichen Haushaltsstrom- Energie eines 4- Personen- Haushalts würde man für eine netzautarke Versorgung bei derzeitigen PV- Wirkungsgrad eine Modulfläche von ca. 65 m² (bei solarer Normeinstrahlung BRD) benötigen.

Idealerweise werden die Module mit einer Neigung von 30° - 40° und Südausrichtung montiert.

Die Anlagen können über elektronische Wechselrichter an das öffentliche Stromnetz angeschlos-sen werden. Dadurch kann die aufwendige Speicherung überschüssigen Stroms in Akkumulatoren entfallen. Bei geringer PV- Anlagenleistung wird der Bedarf über das öffentliche Netz gedeckt.

Die Gestehungskosten fotovoltaisch erzeugten Stroms liegen mit ca. 0,70- 1,00 € je Kilowattstunde noch immer deutlich über dem konventionell für 0,015 - 0,075 € erzeugten Strom.

Durch die, in Deutschland gesetzlich garantierte, Mindesteinspeisevergütung kann sich dennoch die Errichtung einer PV Anlage auch ohne Eigennutzung rentieren.

Die Rahmenbedingungen für den Einsatz bzw. die Installation von Fotovoltaik zur Stromerzeugung sind zurzeit äußerst günstig. Betreiber neuer Solaranlagen erhalten seit dem 01. Januar 2004 weitaus mehr Geld für den selbst produzierten sauberen Strom. Für Strom aus Solarstrahlung gibt es 41,24 Cent pro kWh als Grundvergütung (2006, später 5%/Jahr weniger). Dies gilt für Großflä-chenanlagen, soweit sie sich im Bereich eines Bebauungsplanes befinden. Für Solaranlagen auf Gebäuden erhöht sich die Vergütung: um 11,7 Cent pro KWh bis 30 KW Leistung und um 8,9 Cent pro KWh über 30 kW Leistung und zusätzlich um 5 Cent pro KWh bei Fassadenanlagen. Pro Jahr wird eine Kostendegression von 5 % für neue Anlagen gerechnet. Durch diese Vergütungen können diese Anlagen bei entsprechenden Rahmenbedingungen gewinnbringend arbeiten.